Klatsch

Klatsch und Tratsch

Schwäne und Enten

Ton zum Bild

Auf dieser Seite werden demnächst weitere Details veröffentlicht, wie z. B.:

  • Weitere aufregende Auftritte
  • Groupies
  • Wie kam ich zum Orgelspielen und wie zu Geld für ein Rhodes -Piano
  • GEMA und GVL
  • Arbeit, wenn man nicht gerade musizierte (bisher nur für mich ausgiebig behandelt)
  • u.v.a.m.


Hier schon mal 6 Beispiele:

Die Steckdose und „Die Callas geht einkaufen“

Im Berliner Radiosender SFB2 gab es in den 80er Jahren eine Sendung, die sich Steckdose nannte. Dort wurden meine Songs, die ich nach der Dr. Koch-Ära solo zu Hause produziert hatte (siehe hier; neuere Songs findet man hier oder hier), häufig gespielt. Ein weiteres Beispiel ist dieser Song:

Die Callas geht einkaufen

Maria Callas

Maria Callas

Instrumente selber schleppen

Bei den meisten Auftritten mussten wir wenigstens unsere Instrumente selber aus dem Übungsraum zu einem Kleintransporter schleppen und nach dem Auftritt dann wieder in unseren Übungskeller in der Ritterstraße (siehe Abschnitt Übungsräume). Und natürlich auch am Auftrittsort vom Kleintransporter zur Bühne und nach dem Auftritt zurück in den Transporter. - Wie wir das später in der Wienerstraße gemacht haben, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. 

Gitarren, Bass und Schlagzeug waren ja kein großes Problem. Die Lautsprecherboxen für die Instrumente (Backline) waren dann schon etwas schwerer. Aber der absolute Horror waren die Pianos und vor allem die Orgeln. Als wir noch Joiners Bench hießen, waren das ein Rhodes-Piano und eine Solina-Orgel, später bei Dr. Koch Ventilator dann die voluminöse Hammond-Orgel. 

Letztere wurde mit Tragegurten von zwei Bandmitgliedern (meistens die Keyboarder) die Treppe zum Übungsraum (siehe Bild unten) hoch- bzw. runtergeschleppt, wobei der untere Träger die meiste Last tragen musste, der obere dafür aber die untere Kante des Gehäuses gegen die Schienbeine gerammt bekam. Das war meistens extrem schmerzhaft und führte nicht selten zu blutigen Schrammen und Prellungen.

Hier nochmals die wunderschöne Treppe zum Übungsraum zusammen mit der schweren Hammond-Orgel

Treppe zum 1. Übungsraum

Vor allem nachts um ca. 2:00 Uhr nach dem Auftritt, müde und nach zwei Bieren war das der Horror, den man nur dank des Adrenalins (bzw. dank Dopamin und Endorphin) überstand, welches der Applaus des Publikums im Körper erzeugt hatte. - War der Auftritt dagegen ein Flop, was natürlich nur selten vorkam 😬, war es einfach unerträglich und man wollte die Orgel am liebsten verschrotten! (Oder gegen eine Korg CX-3 -Orgel austauschen, was ja 1982 auch geschah!) 

Ich habe bis heute kleine Narben an den Schienbeinen und die Bandscheiben meiner Lendenwirbelsäule haben auch arg gelitten. 😩


Im nächsten Leben werde ich Gitarrist! 😜

Tom Müller und das blutige Steak im Studiotreff

Studio-Treff

Das Hansa-Studio (bzw. die Hans-Studios) mit dem Studio-Treff ca. 1978

Während der Aufnahmen im Hansa-Studio haben wir mehrmals mittags im Restaurant Studio-Treff, welches sich direkt unten im Gebäude befand, zu Mittag gegessen. Damals sah das Gebäude noch fast so aus wie auf dem obigen Bild. Es ging 1976 in den Besitz der Gebrüder Meisel über und wurde danach konsequent ausgebaut. Heute (2024) sieht es so wie unten aus.

Hansa-Studios 2024

Das Hansa-Studio (bzw. die Hans-Studios) 2024

Damals war das Restaurant auch schon wie jetzt unter italienischer Führung, wenn ich mich richtig erinnere. Als einmal Tom Müller, unser Tonmeister, mit uns dort speiste, hatte er sich ein Steak bestellt. Dieses kam dann aber so blutig auf den Tisch, dass er sich beschwerte und verlangte, dass es doch bitte etwas mehr durchgebraten werden sollte.

Studio-Treff
Tom Müller

Der Chef, der uns damals bediente, weigerte sich aber und meinte, dass dieses edle Fleisch dann zäh und hart werde. Nach längerem hin und her verließ Tom dann verärgert das Lokal, ohne das Essen zu bezahlen.


Da er sicherlich dort noch öfters gegessen hat, hoffen wir, dass er und der Restaurant-Chef sich irgendwann wieder vertragen haben.


Uns hat das Essen aber trotzdem gut geschmeckt!

Das Ende von JustMusic?

Schon mehrmals wurde hier das „Sound & Drumland (jetzt JustMusic) erwähnt, da wir von diesem „Laden“ unsere tollen Roadies mieteten und zumindest ich dort auch viele Instrumente gekauft habe. Auch die PA [=Public Address Anlage (damit es schön laut ist)], das Licht, Mischpult, 7.5 Tonner (LKW) etc. wurden vom Sound & Drumland gestellt bzw. angemietet.

Leider las ich am 2. Februar 2024 in der Berliner Zeitung, dass es diese Berliner Institution bald nicht mehr in der jetzigen Form geben wird. Zum Teil bedingt durch Corona und durch die starke Konkurrenz einiger Internet-Händler rentiert sich ein Geschäft mit Instrumenten zum Anfassen einfach nicht mehr. Mehr dazu könnt ihr in dem Artikel unten lesen:

(Ein Artikel aus der Berliner Zeitung vom 2. Februar 2024)

Preisfrage: Welche der Gitarren ist die Les Paul und welche die Stratocaster? - Die Lösung …

Mein einziger Alptraum

Ich träume immer noch regelmäßig, dass Michael anruft und sagt, dass wir abends einen Auftritt hätten. Und wir haben monatelang nicht mehr das Repertoire geübt. Ich habe alles vergessen und muss trotzdem auftreten ….

Welch ein Horror!

Zum Glück ist das mein einziger sich wiederholender Albtraum, der sich ja glücklicherweise immer schnell beim Aufwachen als QUATSCH herausstellt.


Wir hatten aber einmal so einen ähnlichen Fall. Michael rief vormittags an, dass wir abends einen Auftritt im Quasimodo hätten. Ein relativ kleiner Raum, der aber einen sehr guten Ruf hatte (und hat) und in dem viele bekannte Musiker auftreten.

Ich habe mich dann sofort an mein altes, etwas verstimmtes Klavier gesetzt und bin alle Stücke durchgegangen. Zum Glück wurde die Reihenfolge der Songs beibehalten, sonst hätte ich die Aufzeichnungen aller Einstellungsänderungen, die ich immer am Minimoog für das nächste Stück vornehmen musste, verändern müssen. Und das ist immer ein langwieriger Akt!

Der Auftritt im Quasimodo lief dann aber ganz gut. Außer, dass immer so ein Typ neben mir stand, der auch mal eine Taste drücken wollte. Da war die Deutschlandhalle angenehmer, wenn das Publikum einen nicht gerade mit Stahlkrabben beschoß. Denn dort war die Bühne mindestens 2 m hoch, wurde von Türstehern oder Rockern bewacht, und man sah das Publikum wegen der Scheinwerfer, die auf einen gerichtet waren und wegen der abgedunkelten Zuschauerregion kaum.

Mein erstes Rockkonzert

Am 26.06.70 schleppte mich mein etwas älterer Freund Lutz mit in den Henry-Ford-Bau (genauer: das Audimax der FU=Auditorium maximum der Freien Universität Berlin; seit 2007 heißt dieses Max-Kade-Auditorium). Dort sollten Black Sabbath spielen. Die kannte ich nicht, ich war gerade 14, und hatte noch fast keine Ahnung von Rockmusik. Damals wusste ich noch nicht, dass ich ca. 5 Jahre später im gleichen Raum „Mathe für Physiker“-Vorlesungen hören würde. Und 12 Jahre später dort selber mit Dr. Koch Ventilator auftreten würde [siehe hier und blauer Link oben].

Der arme „Kartenabreißer“ am Eingang wurde noch vor dem Konzert hinter der Eingangstür eingeklemmt, da die Leute den Saal stürmten (das war damals in Berlin fast schon üblich). Da viele Leute ohne Karten im Raum waren, waren die Stühle alle fast doppelt belegt.

Ich spürte zuerst nur die Gitarrensalven im Zwerchfell, und der Boden wackelte. Es war irre laut, aber ich fand es ziemlich cool und war echt beeindruckt, auch wenn ich diese Art von Musik noch nicht so richtig „verstand“. Aber 2 Tage später kaufte ich mir sofort die LP „Paranoid“. Diese sollte eigentlich „War Pigs“ heißen, aber um das Wohlwollen des Major Labels Warner Bros. nicht zu gefährden, wurde das Album schließlich unter dem Namen „Paranoid“ veröffentlicht. Mehr zur politischen Bedeutung dieses Albums und des Konzerts in Berlin findet man hier!

Nicht nur am Eingang des Audimax gab es Ärger. Auch nach dem Auftritt machte die Band, wofür Rockbands damals gefürchtet waren: 

Sie verwüsteten die Garderobe.


Ich hatte echt Glück, dass ich dieses Konzert erleben durfte. Der nächste Auftritt von Black Sabbath in Berlin fand nämlich erst wieder am 24.10.1990 im Tempodrom statt, diesmal aber ohne Ozzy Osborne als Sänger.


Der Song „War Pigs“ im Video unten wurde im Olympia Theater in Paris am 20.12.1970 aufgenommen, also nur ein halbes Jahr später als mein Konzertbesuch.

Black Sabbath 1970 in Paris mit „War Pigs“

Das gesamte Konzert von 1970 in Berlin kann man hier nachhören:

Als Fan von Ozzy habe ich nun auch die gleiche Frisur! 😃 Nur dass er Vögeln den Kopf abbeißt, finde ich Scheiße! 😡

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