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Auflösung der Band, Revival-Konzerte und „Nachspieler“

Auflösung der Band

1983 zogen wir dann in einen Übungsraum im Gebäude der Hansa-Studios, ganz oben im 4. Stock. Der war ganz trocken und hell und hatte überhaupt keinen Flair. Da das Wetter in diesem Sommer immer so gut war, saßen wir nur noch vor dem Studiotreff (das angegliederte Restaurant) und hatten keine große Lust mehr zu musizieren. Außerdem war mit der 3. LP unser Vertrag mit der Plattenfirma Metronom zunächst beendet. Daher beschlossen wir eine Schaffenspause zu machen … und das war’s dann…leider! 🥵

Revival-Konzerte

Wir trafen uns noch ein paar Mal in einem Café. Michael zog dann nach La Palma (Kanarische Inseln) und rief uns nach Jahren noch mehrmals an, um zu fragen, ob wir nicht doch noch einmal wenigstens ein Revival-Konzert geben wollten. Aber die Mehrheit wollte nicht mehr.

Trotzdem gab es wohl ca. 1990 doch ein „Comeback“-Konzert in Berlin. Ich habe die Plakate auf dem Weg zum Flughafen im Wedding gesehen. Als ich nach dem Urlaub Alfred gefragt habe, was denn da los war, sagte er, dass er Dieter gefragt habe, und der wusste auch von nichts.

Schließlich kam heraus, dass Michael Koch scheinbar mit einigen Studiomusikern einen Auftritt in irgendeiner großen Diskothek in Neukölln hingelegt hat.

Weitere drei Auftritte in Potsdam und Berlin hat wohl in den 90er-Jahren Chris organisiert. Zusammen mit Gitarrist Uwe Minge und anderen Musikern (alle nicht aus der Originalbesetzung von Dr. Koch) traten sie als „Dr. Koch Ventilator 2“ auf.




Es gab wohl auch noch einen Auftritt in Berlin-Reinickendorf in der Miraustraße 16 in Berlin-Wittenau im Remake des legendären „Sound“ am 20. Juni 2002. Angeblich war nun nur Dieter als einziger der Originalbesetzung dabei. Leider war er beim Auftritt schon ganz schön „Hacke", so dass es leider bei einem relativ kurzen Auftritt blieb. Es soll aber angeblich trotzdem schön gewesen sein!

Bands, die unsere Stücke nachspielen

Zum Glück gibt es einige Bands, die tatsächlich einige Songs von uns nachspielen oder wenigstens unsere Texte verwenden. Guckt mal hier:

Ganz besonders stolz macht uns, dass die Gruppe 4T-UP ( siehe hier:

https://www.4tup.de ) zwei Songs von uns zusätzlich zu Songs von Gruppen wie Pink Floyd, Deep Purple, Metallica, Steppenwolf, Bon Jovi, Toto und BAP u. a. covered. Hier zwei Links auf die Videos der beiden Dr. Koch-Songs, die 4T-UP nachspielt und die von Maik Bock ( https://maik-bock-film.de ) in toller Bild- und Sound-Qualität erstellt wurden.

Und hier noch drei andere Gruppen, die uns auch sehr gut nachspielen bzw. neu interpretieren, deren Videos aber leider nicht so „perfekt“ (hires) sind wie die obigen. Was der Musik aber „keinen Abbruch tut“.

Die Fox Devils Wild mit 1984 von 2014

Die Seelengrund Company mit Texten aus 1984 und Die, die hier vor mir stehn von 2019

Die Old Paper Boys mit 1984 live von 2019

Was haben wir nach der Auflösung gemacht?

Michael Koch ist irgendwann (nach 2000) nach La Palma (Kanarische Inseln) gezogen und hat dort weiter Gitarre gespielt. Leider konnte ich im Internet keine weiteren Informationen über ihn finden. Vor ein paar Tagen (im Januar 2024) schrieb mir ein anderer Musiker, dass Michael bereits vor mehr als 10 Jahren gestorben ist. Scheinbar „sang- und klanglos“. Sehr traurig!

 












Chris Chaos war zu „Dr. Koch“-Zeiten und auch danach ein toller Mitmusiker und Freund. Leider haben wir uns irgendwann aus den Augen verloren. 


Er hat weiterhin in verschiedenen Bands gespielt und lebt seit 1990 im südlichen Breisgau. Hier gab der hauptberufliche Pianist, Komponist und Arrangeur vorwiegend Klavierunterricht und begleitete hin und wieder Künstler aus dem ln- und Ausland am Klavier. 

Hier findet man ein Video eines Auftritts von Dr. Vielgut mit Chris an den Keyboards von 2020. Dieser Link wurde mir freundlicherweise von der „Managerin“ der Bands von Walter Golczyk (darunter ist auch Dr. Vielgut) zur Verfügung gestellt. Und hier ist Chris 2018 mit Chris & Crowson.


Bis 2022 spielte er auch als Keyboarder bei Dr. Vielgut (siehe auch die älteren Informationen zu Dr. Vielgut hier!). 

Plakat von Dr. Vielgut
Dr. Vielgut

Chris ist in beiden Bildern der „Blonde“ ganz links im Bild

Heute lebt Chris zurückgezogen in der Nähe von Staufen. 


(Mehr zu Chris’ Musikerkarriere findet man auf der Webseite der Hanno-Bruhn-Gang unter „Die Band“ und dort unter „Die Gäste“.)

Von Schmitt-Martin weiß ich auch nicht mehr, als im Link auf der Mitgliederseite steht. Es ging (geht?) ihm scheinbar gesundheitlich nicht so gut! - Gute Besserung!

Richard Freiherr v. Seydlitz ist leider schon vor vielen Jahren gestorben. Er hat wohl etwas zu oft und zu viel gefeiert. - Seine Frau ist vor einigen Jahren (Stand April 2024) mit ihrem englischen Freund und seiner Tochter auf die Kanaren gezogen. 

Alfred E. Wagner hat weiterhin hauptberuflich Musik gemacht. 1982 veröffentlichte Alfred sein 1.Solo-Album. Zusammen mit Joachim Pawlick als „Duo Enzian“ versuchte er eine Synthese von Blasmusik, Rock und Swing herzustellen. 1984 gründete er seinen eigenen Musikverlag „duo-phon“ und 1986 sein eigenes Plattenlabel „duo-phon-records“.

Alfred und Hanno Bruhn’s Schlagzeuger Roger lernten sich 1983 bei ihrer Arbeit in „Otto's Big Band“ kennen. Gegen seinen Sound war auch Roger nicht gewappnet und so kam Alfred 1986 zu „Roger & The Evolution“. Bis 1999 tourte er mit dieser Band durch halb Europa. Die immer mehr Zeit beanspruchende Arbeit in seiner Firma zwang ihn Anfang 2000, das Saxophon in die Ecke zu stellen. Er starb leider im April 2019. (Diese Infos wurden von Hanno Bruhn zur Verfügung gestellt.)

Sein bereits oben erwähntes eigenes Plattenlabel „duo-phon-records“ wurde am 19.02.2019 von den Meisel Musikverlagen gekauft (siehe hier), denen auch die Hansa Studios gehören und die das vom 2. Weltkrieg stark zerstörte Haus in der Köthener Straße, in denen wir die 1. und 3. LP aufgenommen haben, 1976 kauften und ausbauten.



Und ich, Klaus Blumenthal, hatte das Glück, dass gegen Ende des Jahres 1982 MIDI (siehe auch hier!) eingeführt wurde. Und der erste erschwingliche Heimcomputer, der Commodore 64 (auch C64 genannt), kam ebenfalls 1982 auf den Markt. Und dann kam 1983 auch noch der Yamaha DX7-Synthesizer raus.

Das war ein gefundenes Fressen für mich. Da ich beruflich zunächst nur eine halbe Stelle in der Satelliten-Meteorologie hatte, die dummerweise von 17:00 bis 21:00 Uhr ausgefüllt werden musste (weil nur dann die Rechner für die Forschung zur Verfügung standen), konnte ich am Tage ja etwas anderes machen. 

Fortran 77 hatte ich bereits im Studium gelernt. Nun lernte ich noch schnell etwas „C64“-Assembler aus DATA BECKER-Taschenbüchern und schrieb Programme, um Sounds des DX7 auf Diskette abspeichern zu können.

Ich gründete die erste Tauschbörse für DX7-Sounds in Berlin (noch über Akustikkoppler) und schrieb noch ein paar andere Musiksoftware-Programme für den C64.

Irgendwann dachte ich, dass es doch schade sei, wenn nur ich diese Programme selber benutzte und gab einige Disketten im „Sound und Drumland“ (jetzt JustMusic) zum Verschenken ab.

Einige Wochen später klingelte es bei mir an der Tür, und ein „Christian Geerdes“ stellte sich vor. Er meinte, die Programme seien doch viel zu schade, um sie zu verschenken. Er wolle eine Firma gründen und sie mit anderen Programmen u. ä. verkaufen. Das tat er dann auch mit meinem Einverständnis mit Erfolg. Es wurden auch noch andere Programmierer angeworben, die an verschiedenen Programmen tüftelten.

Heute verkauft GEERDES nur noch Midi-Files und Playback-Files und ist in Deutschland ein Marktführer auf diesem Gebiet.

Später schrieb ich dann auch noch Software für den DRUMTRAKS-Drumcomputer und für den ersten erschwinglichen Sampler, den Ensoniq Mirage-DSK-8. Der Generalmanager von Ensoniq für Europa saß tatsächlich in meiner alten Studentenbude auf meinem Bett und ließ sich den Editor vorführen. Ich bekam einige tausend Deutsche Mark und er die Rechte am Programm.

Christian und ich hatten auch einen fast „unknackbaren“ Kopierschutz für unsere Software: Ich bohrte ein Loch in die äußeren Sektoren der Diskette (damals waren das noch so biegsame 5,25’’-Floppy Disks). Der dadurch verursachte Lesefehler wurde dann im Programm abgefragt. War er nicht vorhanden, wurde das Einlesen des Programms beendet.

Meine Keyboards und Drumcomputer ca. 1985. Von oben nach unten: Mini-Moog, DX7, Ensoniq Mirage und Drumtraks

Meine Synthis
Meine Fostex 8 Spur Bandmaschine

Natürlich habe ich auch mit dem C64 und später mit dem Atari ST (siehe unten) und den Synthis Musik gemacht. Dafür hatte ich dann später sogar eine Fostex 8-Spur Bandmaschine und entsprechende Mischpulte (siehe Abbildung).

Später wurde der C64 dann durch einen Atari ST-Computer ersetzt. Auf diesem begann ich sogar ein Midi-Sequencerprogramm zu entwickeln, welches dem „Creator“ bzw. dem darauf folgenden Notator SL Konkurrenz machen sollte. Da auf den damals, verglichen mit heute, sehr langsamen Rechnern aber wenig Zeit blieb, die über Midi eingehenden Informationen der Tastenanschläge des Keyboarders zu verarbeiten, war das eine extrem komplizierte Aufgabe. Daher habe ich große Hochachtung vor Leuten wie Gerhard Lengeling, mit dem ich die Ehre hatte, ein paar Mal zu telefonieren. Dieser hat maßgeblich zur Entwicklung des Notator SL und sogar von Logic Pro, welches ich heutzutage auf einem iMac zusammen mit einem alten Yamaha Motif XS 8 benutze, beigetragen.

Dr. Gerhard Lengeling

Dr. Gerhard Lengeling, Mitbegründer der Firma Emagic

Meine aktuelle Musikanlage

Aktuelle Musikanlage mit Motif XS 8 und iMac

Da sowohl der C64 als auch der Atari ST einen Prozessor der Motorola 68000er-Familie besaß, und auch die ersten Macintosh (MAC) - Rechner diesen Prozessor einsetzten, war der Umstieg vieler Musiker, vor allem der Musiksoftware-Ersteller, auf Macs „vorprogrammiert“, da die „Maschinen nahe Programmierung“ mit Assembler keine große Umstellung erforderte.

Heutzutage sind die wichtigsten Gründe einen  Mac für die Musikproduktion zu nutzen, die angeblich (mit Windows verglichen) geringeren Latenzen und das sehr günstige Logic Pro X (ca. 230 € im Jan. 2024) als Digital Audio Workstation (DAW).

Leider bzw. glücklicherweise bekam ich dann aber eine „volle“ Stelle an der Uni, so dass ich die Nebentätigkeit als Musiksoftware-Programmierer aufgeben musste. Erst seit ca. 10 Jahren beschäftige ich mich wieder intensiv mit Musik- und neuerdings auch mit Musikfilm-Erstellung.


Und nun am Thema vorbei etwas Werbung für die Wissenschaft:

Bis dahin hatte ich u. a. in folgenden Teilgebieten der Meteorologie gearbeitet: Der Satelliten-Meteorologie, der Modellierung von Landoberflächenprozessen [z. B. der Verbesserung des BATS-Modells (siehe dort auf Seite VII unter Acknowledgments) des NCAR]; der Schneeschmelzvorhersage (ich habe die Version 2 des Snow-Modells erschaffen, welches nun in Version 4 vorliegt) und in der Entwicklung phänologischer Modelle (hier ein Abschlussbericht).

Hier noch ein Beispiel aus der Phänologie, in dem ich bewiesen habe, dass das Temperatursummenmodell des alten Reaumur nicht optimal ist: Hier klicken! [Viele Verlage erlauben es nicht, dass man seine Publikationen direkt bei z. B. ResearchGate zum Download anbietet. Jeder Leser muss erst mühsam beim Autor anfragen, ob dieser ihm nicht eine Kopie schicken kann. Das ist die angeblich so freie Wissenschaft, in meinem Fall sogar aus Steuergeldern finanziert. Die Verlage verdienen daran nicht schlecht. - Abhilfe: Lest doch einfach nur die Titelseite (unten links) oder die deutsche Fassung der Publikation (unten rechts; etwas runterscrollen bis 4.6.4)! 😝]

Ob ihr es glaubt oder nicht: Sich so etwas auszudenken macht fast genauso viel Spaß wie Musik zu machen. Nur bekommt man fast nie die verdiente Anerkennung für die erbrachte Leistung. Kein Beifall, keine Autogrammstunde, keine Fan-Kommentare und keine Groupies 😝 !

Aber nun als Rentner sind wieder Musik und zusätzlich auch Videos zur Musik angesagt!

Ich im Video "Ich habe Schmerzen"

Neue Songs von mir findet ihr auf Soundcloud unter  

https://soundcloud.com/klaus-blume


und Videos zu den Songs (natürlich inklusive der Songs) gibt es auf YouTube hier: 

https://www.youtube.com/@klausblume

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